Der Freitag? Der ist schnell erzählt. Es regnet den ganzen Tag pausenlos. Der Tag fällt ins Wasser. Wir hingegen hüpfen ins Wasser. Eine Wellnesspause im Bad Reuthe mit Massage versüsst den Nachmittag. Abgeschlossen haben wir den Tag im Rössle in Au bei einem feinen Znacht.
Die Sonne ist zurück
Heute Samstag meldet sich die Sonne endlich zurück. Vier Tage lang hat sie pausiert. Heute aber, da gibt sie Gas. Bald verdampfen die Wolken, dabei hilft der mässige Wind aus West und Nordwest. Gegen Mittag ist der Himmel meist blau. Genau das, was wir wollen.
Die Kanisfluhrunde
Das ist eine Mountainbikestrecke, die sehr schön sein soll. Meint die Webseite von Bregenzerwaldtourismus. Wir prüfen die Route und stellen fest: Die passt für uns.
So düsen wir los. Ab Au auf die andere Talseite. Bald einmal merken wir, dass die GPX-Datei nicht so ganz auf dem neuesten Stand ist. Zuerst prangt ein Fahrverbot an einer Brücke. Das stresst mich nicht und ich fahre weiter. Aber kurz darauf hängt es dann unübersehbar an einem Baum, das definitive Velofahrverbot. Da gibt es kein Durchkommen. Was auch vom Weg her so ist. Der ist nämlich ein schmaler Bergweg. Wir drehen um und fahren einige hundert Meter retour. Zum Abzweiger wo wir herkommen.
Da wird dann, ich merke es erst später, mein Navi kreativ. Es weist uns eine geteerte Bergstrasse hinauf zum Ahornenvorsäss. Das finden wir toll. Weniger toll ist, dass oben auf der Alp nur noch ein schmaler Bergweg weitergeht. Das mit dem schmalen Bergweg hatten wir doch schon? Wir gehen zu Fuss hinauf, über Schwellen und Tritte. Was mit dem eMTB ergonomisch nicht ideal ist. Der Schweiss tropft, die Muskeln arbeiten und wir fragen uns, wie lange das wohl geht. Als wir genug haben, entwickeln wir den Plan B. Die Velos stehenlassen und zu Fuss auf den Gipfel der Kanisfluh steigen. Wir gehen los. Nach rund 600 Metern ändert sich der Charakter des Wegs. Da kommen wir mit den Velos locker hinauf. Somit kommt ab sofort Plan C zur Anwendung. Zurück zu den Velos, diese mitnehmen und halt die 600 Meter lange Strecke nochmals hochwuchten. Wir haben ja Übung. Der Entscheid ist goldrichtig. Bald ist der Weg breiter und fahrbar. Und auch das Navi tut wieder das, was es sollte. Nämlich uns auf der richtige Route durch die wunderbare Landschaft weisen.
Die Aussicht ist prächtig und auch die Landschaft gefällt sehr. Da hier eine Bergbahn von Mellau hinauffährt, hat es ziemlich viel Volk unterwegs. Alle sind entspannt und so kommen auch alle gut aneinander vorbei. Mit etwas Auf und Ab geht es für uns weiter. Hinein ins Mellental. Auf der Alp Kanis machen wir kurz Pause, trinken etwas und ich poliere meinen Zuckerspiegel mit einem Stück Zitronenkuchen auf.
Über die Rossstelle, wo die Bahn von Mellau ankommt, geht es weiter. Nochmals etwas hinauf und dann kommt eine ellenlange Abfahrt hinab nach Mellau. Bloss mit kurzen Aufstiegen auf zwei, drei Alpen unterbrochen. Immer noch ist die Aussicht prächtig und es kommt so richtig ein flowiges Gefühl auf.
In Mellau ist es um kurz nach 17.00 Uhr sehr ruhig. Die Läden sind zu und die Leute sitzen wohl schon beim Apéro. Für uns kommen die letzten Kilometer retour nach Au. Wo wir nach der Ankunft sofort zu unserem eigenen Apéro riche schreiten. Heute beruhigen wir die leeren Mägen mit einem leckeren Linsendal. Das überbrückt die Zeit bis zum Nachtessen. Da lacht ein frischer Flammkuchen aus dem Ofen.
Und so dies und das
Die Gastfreundschaft hier ist riesig und sehr schön. Sogar die Alpen werden beduftet, damit die Touristen auch wirklich etwas aus ihren Ferien mit nach Hause nehmen können.
Die Bilder des Tages.
Mit der Route.

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