Was wird in der Wetterküche gebraut?
In der Wetterküche herrscht heute reger Betrieb. Die Sonne scheint etwas, dann lässt Petrus graue Wolken über die Berge ziehen, Frau Holle schickte in der Nacht einen kühlen Wind über die Gipfel und zuckerte sie weiss, und irgendwie hat Aeolus seine Finger im Spiel, als die Wolken dank des Windes immer wieder aufreissen. Im Abstieg von der Hütte dreht Petrus kurz den Wasserhahn auf und schickt einen Schauer vorbei. Danach einigen sich die Wetterköche wieder, und die Sonne darf zum Abschluss doch noch ihren Auftritt haben.
Unser kulinarischer Ausflug
Wir brauchen Bewegung. Mit dem Velo ist es im Moment eher sehr nass und vor allem kühl. Deshalb ziehen wir die Wanderschuhe an und machen uns zu Fuss auf den Weg. Am Mittag brechen wir auf. Um die Bergkristallhütte zu besuchen. Diese liegt 450 Höhenmeter weiter oben und nach rund 1 1/4 Stunden sind wir dort. Die Hütte ist offen. Was im Moment die Ausnahme ist. Die Saison geht erst Mitte Juni so richtig los. Trotz des gemischten Wetters ist die Hütte gut gefüllt. Der Wirt ist im Stress, er ist allein. Und erzählt, dass er zwei Hilfen am Wochenende in die Wüste schickte, sie seien unbrauchbar gewesen.
Wir warten etwas. Zum Glück kommen wir nach dem grossen Mittagsansturm an. Bald erhalten wir unsere Getränke. Warten noch einmal und dann gibt es für Gabi einen Kaspressknödel mit Salat und für mich einen Lumpensalat (Wurst-Käsesalat). Das Essen mundet, in der Hütte wird es ruhig und bevor wir gehen, verputzen wir noch einen Apfelstrudel. Als wir aus der Tür treten, hat es noch genau einen Gast in der Stube.
Zurück zum Anfang
Für den Abstieg wählen wir den Bergwanderweg nach Au. Der verläuft in wenigen Kehren talwärts und ist schön an den auf der einen Seite steil abfallenden Hang gelegt. Die kurze Wanderung tut gut. Plötzlich tröpfelt es und dann geht der eingangs beschriebene Schauer nieder. Den wir, dank unserer Schirme, trocken hinter uns bringen. Nach kurzer Zeit drückt die Sonne durch und wärmt.
Und so dies und das
Das „Kuhtaxi“
Auf der Alp Bodenvorsäss geht heute der Betrieb so richtig los. Kühe werden mit dem Lastwagen oder mit dem Anhänger, der am dicken Traktor hängt, auf die Alp kutschiert. Oben angekommen, irren die Tiere etwas desorientiert durch die weite Graslandschaft. Sie müssen sich zuerst in der grossen Freiheit zurechtfinden.
Die heutige Runde:

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