Das Emmental ist bekannt als „Chrachental“. Das Prättigau kann da vielleicht nicht ganz mithalten. Gibt sich aber alle Mühe, auch mit „Chrachen“ zu glänzen.
Auf der Karte finde ich hübsche kleine Strässchen, die mit dem Mountainbike problemlos befahrbar sein sollten. Von Fanas aus führen einige dieser kleinen Strassen und Wege in die Höhe. So bis ca. 1400 Meter ist es im Moment auf der Sonnenseite grün. Oberhalb dominieren die Brauntöne. Auf der Schattenseite ist es ab rund 1800 Metern noch weiss. Die Schneedecke ist fast geschlossen.
Ich zeichne eine Route ein, die uns ab Fanas auf komplett unbekanntes Gelände führt. Oder eben hinein ins „Chrachental“. Zuerst kurven wir hinauf nach Cania. Wo wir oberhalb des Punktes 1368 umdrehen. Ab da wird die Strasse sacksteil. Sie ist zur Zeit eine Baustelle. Die Piste ist mit Betonspuren versehen worden. Der steile Weg würde uns bis hinauf aufs Eggli führen. Das ist dort, wo es eine Beiz hat und wo die Seilbahn aus Fanas ihre Bergstation hat.
Auf uns wartet aber noch ein anderer „Chrachen“. Dem fahren wir rasant entgegen, da wir talwärts sausen. Über das Schlangenbödeli führt unser Weg, hinein in den Wald, wo wir unterhalb von Plamaria den nächsten Anstieg in Angriff nehmen. Die Fahrstrasse ist ein Genuss. Zuerst asphaltiert, wird sie später zur Naturstrasse. Die Aussicht, die wir im Rücken haben, ist prächtig. Vor uns erhebt sich der Kessel des Galtistobels. Das auf der Seite vom Salginatobel begrenzt ist. Unten im Salginatobel spannt sich die bekannte Betonbrücke über den Einschnitt.
Wir sind weiter oben unterwegs. Weil wir nach Salgina wollen. Auf der Karte ist das eine Alp mit verstreuten Gebäuden. Der Aufstieg bietet alles. Von sanft aufwärts bis steiler aufwärts. Dann geht es auch mal wieder runter. Fahrbar ist das alles problemlos. Kurz vor der Alp wird die Strecke rauher. Am Rand liegen letzte Schneereste von Lawinen und Schneerutschen. Wir queren zwei Bachläufe und waschen unsere Velos etwas. Bis wir oben ankommen. Auf einer Alp, wo was los ist. Die verstreuten Gebäude sind Maiensässe. Die an diesem Wochenende ziemlich gut bevölkert sind. Die Leute wecken die Häuser aus der Winterruhe auf und geniessen die Frühlingssonne. Die vom strahlend blauen Himmel lacht. Die Bise kühlt und die Temperaturen sind absolut perfekt.
Am Wegesrand entdecken wir Frühlingsenziane, Mehlprimeln und ich finde tatsächlich den ersten stengellosen Enzian, der bereits blüht. Auch andere Blüten strahlen um die Wette. Es ist wunderbar, hier oben mit dem Velo durchzufahren.
Die Abfahrt verläuft rasant und mit dem letzten Aufstieg, dem nach Fideris, beschliessen wir diese tolle Velorunde. Der Apéro muss sein und wir geniessen ihn. Bevor wir unter die Dusche hüpfen und uns dann um unseren Znacht kümmern.
Die Bilder des Tages.
Mit der Route.

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