Das Wetter kam gestern doch noch so, wie vorhergesagt. Das Nass fiel als Regen vom Himmel, und oberhalb von gut 1300 Metern über Meer schneite es erstmals. Das Ergebnis sehen wir heute Morgen nach dem Aufstehen. Unser Blick Richtung Furna fällt auf die weiss überzuckerte Hügelkette.
Ab in den Schnee
Schon am Mittwoch suche ich eine kleine Wanderung, die uns dem Winter näherbringen soll. Das klappt heute dann wunderbar. Wir besteigen den Chemispitz oberhalb des St. Margrethenbergs. Den Gupf kennen wir sehr gut. Der Weg hinauf ist am Anfang etwas steil, wird dann aber gemächlicher, und als Belohnung wartet oben eine prächtige Aussicht. Sie reicht über das Taminatal bis in die Pizolkette hinein. Talauswärts blickt man tief ins Rheintal. Der Gipfel ist unscheinbar, die Aussicht herrlich.
Schon kurz nach dem Start passieren wir die ersten Schneeflecken. Je höher wir steigen, desto winterlicher wird es. Oben liegen etwa 10 Zentimeter Schnee. Es ist kalt. So kalt, dass der Schnee im Schatten gefroren ist. Was uns freut, denn so tropft es nicht von den Bäumen. Der erste Eindruck vom Winter ist ein Riesenspass für uns. Vor allem auch, weil wir alleine unterwegs sind. Erst kurz vor dem Gipfel entdecken wir die Spur einer Person, die vor uns auf dem Chemispitz gewesen sein muss.
Für den Abstieg wählen wir die längere Variante. Sie führt zum Ragolerberg. Dort befindet sich die Bergstation des Skilifts, der vom Dorf unten hinaufführt. Wir machen dort eine 180-Grad-Kurve und marschieren auf dem breiten Weg retour zum Fürggli, wo wir das Auto parkiert haben. Immer wieder schweifen unsere Blicke zu den weiss verschneiten Gipfeln. Was, verbunden mit der Sonne und den farbigen Blättern an den Bäumen, einfach nur schön ist.
Das Bilderbuch des Tages.
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