Vom Nolla (2’370 m) hinunterschauen

Nach einem ruhigen und gemütlichen Samstag, den wir erholsam auf dem Sitzplatz verbrachten oder, in meinem Fall, für einige Stunden Arbeit einsetzten, geht es heute richtig an die frische Luft.

Der Plan

Das Wetter präsentiert sich perfekt. Warm, aber nicht mehr heiss, leichte Bise, trocken, ein Sommertraum. Da müssen wir in die Höhe. Genuss am Abend soll aber auch dazugehören. Somit ist der Fall klar: Bike & Hike ist die Basis, und der Nolla das Ziel. Das gibt genug Velokilometer und wir können die Beine beim Wandern richtig bewegen.

die Landquart in Küblis

Die Ausführung

Kurz vor 10.00 Uhr sitzen wir auf die Velos und düsen los. Zuerst geht es nach Küblis. Von dort folgt der Aufstieg, der Strasse entlang, nach Pany und weiter gen St. Antönien. In Usser Ascharina biegen wir ab und pedalieren alles hinauf bis zur Alp Hindersäss. Die sitzt am Fuss des Jägglischhorns und ist dieses Jahr in bayrischer Hand. Es weht die passende Flagge.

Tiefblick gen Schesaplana
unser Wandergebiet beim Nolla

Kurz nach der Alphütte deponieren wir die Velos und es geht zu Fuss weiter. Gen Rätschaflua mit dem imposanten Feld, wo Felsblöcke kreuz und quer liegen. Über den Felssturz, der schon viele Jahre her ist, habe ich mal recherchiert, aber fast keine Informationen gefunden.

Der Weg wird zur Wegspur und hinauf zum Grat bewegen wir uns dem Gefühl nach. Da wir die Gegend kennen, kommen wir am richtigen Ort oben an. Der Tiefblick ins Prättigau ist prächtig. Auf dem Grat gibt es ein ganz schmales Weglein. Dem wir etwas folgen. Bis es so exponiert ist, dass wir umdrehen. Wenn du bloss noch für die beiden Füsse Platz hast, und es auf beiden Seiten steil hinuntergeht, ist für uns die Komfortzone überschritten. Da nützt es nichts, ist das Weglein in der Karte eingetragen. Wenn’s zu luftig wird, drehen wir lieber um.

das bekannte Skitourenziel Hasaflüeli im Sommerkleid
Blick vom Nolla zum Rätschenhorn

Auf dem selben Weg wie beim Aufstieg geht es retour. Eindrücklich sind die vielen Löcher und Baustellen der Murmeltiere. Wir sehen zwar bloss ein Exemplar. Unter dem Boden müssen aber jede Menge dieser Fellviecher ihren Mittagsschlaf halten. Wer sonst würde sonst so viel graben? Auch Eindruck machen die vielen blühenden Alpenblumen. Es ist eine Freude, all die verschiedenen Blüten anzuschauen.

Alpenrose – stellvertretend für all die anderen Blumen
Geröllfeld unter dem Rätschenhorn

Express ist dann die Abfahrt nach Küblis und ja, das Dessert hinauf nach Fideris folgt natürlich auch. Zurück auf dem Sitzplatz, landen die Velos an der Steckdose und bei uns zischen Panachés die Kehle hinunter.

Draussen, über dem grossen Feld, bieten uns ein Rotmilan und ein Turmfalke eine eindrückliche Flugshow. Beide lassen sich vom Wind treiben, stehen auf der Stelle, lassen sich wieder treiben und vor allem der Rotmilan steht zeitweise sehr tief im Wind. Hätte ich etwas auf dem Grill, ich würde nervös werden.

Die Bilder.

Und die Route.


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