Über die Schaftällifurgga (2’535 m)

Heiss geht es weiter. Was uns dazu bringt, in die Höhe zu gehen. Bike & Hike ist angesagt.

Das Tagesmenu …

… beginnt mit der Vorspeise. Einer Zugfahrt von Küblis nach Klosters Dorf. Wo wir den Zug verlassen, auf die Velos sitzen und an der Madrisa vorbei in den sacksteilen Aufstieg nach Schlappin einbiegen. Diesen Aufstieg bringen wir, ein grosses Juhee auf die Batterie im Velo, locker hinter uns. Gegen halb zehn sind wir im hübschen Weiler oben.

Schlappin
das Inner Säss ist in Sicht

Da beginnt die Tour so richtig. Es folgt die Hauptspeise. Das Tal ist lang, wirklich lang. Wir pedalieren der Alpstrasse entlang bis ganz hinauf ans Ende derselben. Das ist beim Inner Säss, auf 2’026 Meter oben. Die letzten Kilometer ist die Strasse neu gemacht. Da es viel zu trocken ist, konnte sich der Erd-/Kiesbelag noch nicht setzen. Für Fahrzeuge, die grösser als ein Velo sind, ist die Strasse gesperrt. Aber ja, wir sitzen ja auch dem Velo. Und sind alleine unterwegs.

im Aufstieg zum Hüenersee
er hatte viel Geduld
rosige Aussichten

Vom Inner Säss geht es zu Fuss weiter. Unser Ziel ist der Hüenersee auf 2’452 Meter über Meer. Auf dieser Höhe blühen zur Zeit die Alpenblumen um die Wette. Alpenrosen geben der Landschaft einen roten Stich. Allenthalben gluckert das Wasser im moorigen Boden. Bäche kommen von allen Seiten und fliessen im Talboden zum Schlappinbach zusammen. Es ist einsam hier oben und schlicht herrlich.

der Schnee ist noch nicht lange weg
der Hüenersee – ohne Hühner
prächtige Ansicht

Auch die Hitze hält sich in Grenzen. Teilweise hat es Wolken und es weht eine frische Brise. Das macht Freude. Genauso wie die Ankunft oben beim See. Zwei einsame Fischer hat es. Und zwei Wanderer kreuzen unseren Weg. Das ist es an Leuten. Frösche hüpfen durchs Gras und wir machen Rast am See.

Dann geht es weiter. Noch ein paar Minuten bergauf, zur Schaftällifurgga auf 2’535 Meter oben. Da liegen noch Schneefelder. Was für ein Kontrast zur Affenhitze im Tal. In einer grossen Runde steigen wir gut 500 Höhenmeter ab. Die Tour ist im Inner Säss zu Ende. Die Alphütte ist, wie wir heute in einem Gespräch mit zwei Personen, die vor der Hütte sitzen, zur Hälfte eine Alphütte und zur anderen Hälfte eine SAC-Hütte der Sektion Prättigau. Unsere Gesprächspartner sind Hitzeflüchtlinge aus dem Unterland und kühlen sich über das Wochenende in der kleinen SAC-Hütte ab. Sie funktioniert wie die beiden anderen Hütten in der Gegend als Selbstversorgerhütte. Mit dem kleinen, aber wesentlichen Unterschied, dass sie nur an Mitglieder des SAC Prättigau vermietet wird.

auf der Schaftällifurgga
Rückblick zum Hüenersee
Firma „Mungg“ gräbt grossflächig Wohnungen in den Boden

Für uns folgt das Dessert. Die ellenlange Abfahrt. Das ganze Tal hinunter nach Klosters und von dort gleich weiter nach Küblis. Dann nochmals hinauf zur Strahlegg, wieder hinunter und noch ganz hinauf nach Fideris. Wo wir um 15.00 Uhr wieder ankommen. Zwei Stunden später bricht Freude aus. Es kommen die ersehnten Gewitter. Innert Minuten rasselt das Thermometer 12 Grad runter. Von 34 auf 22 Grad. Was für ein Wechsel. Und was für eine Wohltat.

Das Bilderbuch des Tages.

Und die Route.


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