Unter wachsamen Augen aufs Jägglischhorn (2289 m)

Die Preisfrage lautet: Ist die Schneelage so, dass wir aufs Jägglischhorn kommen? Und zwar von der Nordseite her. Gabi meint nein, ich meine ja. Ich lasse mich überzeugen, von der Südseite aufzusteigen. Oben sehen wir: das war der richtige Entscheid. Von der Nordseite her wären wir im Schnee versunken. Der noch erstaunlich dick da liegt und erst langsam vor sich hinschmilzt.

Von Anfang an

Bike und Hike ist heute das Motto. Pfingsten ist es, das Wetter ist der Hammer. Leichte Bise, Sonnenschein pur, und warm wie im Sommer. In den Tälern stauen sich die Leute gen Süden. Wir bleiben hier und sind allein. So soll es sein.

Die Route

Mit dem Velo auf die Alp Meder oberhalb von Saas im Prättigau fahren und dann zu Fuss aufs Jägglischhorn lautet der Plan. Die Alp liegt auf 1’953 Metern. Da ist es bloss noch ein Katzensprung hinauf zum Jägglischhorn auf 2’289 Metern.

Wir fahren in Fideris los. Kaum sind wir am Südhang, heizt die Sonne mächtig ein. Wir frieren definitiv nicht, trotz eBike. Auf bekanntem Weg kurven wir bergwärts und geniessen es. Die Aussicht ist wunderbar, es riecht nach Heu. Denn im ganzen Tal wird fleissig Gras getrocknet.

aus dem Bild spricht die sommerliche Wärme
Tankstelle in Saas im Prättigau

Auf der Alp ist noch nichts los. Da heisst es warten bis Juni. Wir ketten die Velos an und gehen zu Fuss weiter. In einem Bogen hinauf zum Fürggli. Das liegt unter dem Jägglischhorn und hat eine einmalige Installation. Über die ich bereits berichtet habe. Einen Holzkasten auf einer Stange. Der Kasten ist mit Schnapsflaschen und Gläsern gefüllt. Prost! Auch wir gönnen uns einen Schluck. Ein feiner Appenzeller fliesst unsere Kehlen hinab. Das gibt Schub für die letzten paar Meter zum Gipfel. Von oben schauen wir in die Runde und lassen uns von der steifen Bise durchblasen. Es weht ein durchaus kräftiger Wind.

Aussicht von der Alp Meder
auf der Parsenn Hinterseite schmelzen die Skipisten

Im Aufstieg betrachten wir die vielen blühenden Alpenblumen. Auf den Wiesen, die langsam grün werden, wuseln Murmeltiere in grosser Zahl hin und her. Da ist was los. Wir werden fleissig beobachtet. So steigen wir unter wachsamen Augen auf den Berg.

es liegt durchaus noch Schnee
Prost
vom Jägglischhorn geht der Blick zum Rätschenhorn

Rasant bergab

Hinab geht es direkt zurück zur Alp Meder. Wo wir auf die Velos sitzen und die lange Abfahrt hinab nach Küblis geniessen. Die rund 1’000 Höhenmeter vernichten wir im Expresstempo. Über Strahlegg fahren wir retour nach Fideris. Wo wir etwas Gas geben. Damit der feine Znacht bald auf dem Tisch steht. Grüne Spargeln und Kartoffeln aus dem Ofen. Ergänzt von einer Burrata und einer schmackhaften Vinaigrette. Das mundet herrlich.

Jetzt ist bald 22.00 Uhr und ich kann draussen den Blog tippen. Das ist Genuss pur.

Das Bilderbuch des Tages.


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