Gestern trafen wir Freunde zu Kaffee und Kuchen, die auf der Heimfahrt aus dem Oberengadin in Landquart Station machten. Sie haben uns in den letzten Tagen mit schönen Bildern von farbigen Lärchen versorgt. Einen ersten Eindruck haben wir uns bereits in Tschlin verschafft. Jetzt haben wir Lust auf mehr. So puzzeln wir uns am Mittwochabend spontan ein Dreitagesprogramm für das Puschlav zusammen.
Der Start ist gelungen
Das Val da Camp mit dem Velo – das haben wir schon länger auf dem Plan. Bloss ist das mit dem öV eine etwas zeitaufwändige Geschichte für eine Tagesreise. Der Fall ist klar: Wir bleiben länger. Die Velos packen wir auf den Träger am Auto und fahren heute Morgen nach Sfazù. Dort startet die Strasse ins Val da Camp.
Mit den Velos pedalieren wir die knapp sechs Kilometer hoch bis zum Restaurant Camp. Da ist Endstation für uns, wir deponieren die Velos. Alle Beizen und Hütten im Tal sind seit dieser Woche geschlossen. Die Wirtin vom Restaurant räumt auf und wir schwatzen etwas mit ihr. Dabei erfahren wir spannende Details zum Betrieb hier oben und den Herausforderungen mit der Kundschaft. Zum Glück ist die Dame Psychiatriepflegerin in ihrem Hauptberuf. Da hat sie die Gäste mit ihren Marotten im Griff.
Das Tal bereitet sich auf den Winter vor. Der hat am Wochenende seine ersten Vorboten in Form von Schnee und Eis geschickt.
Ein Tal in Gold und Weiss
Die Sonne lacht, der Himmel ist blau, es liegt etwas Schnee und die Blätter (eine Lärche ist, kein Witz, ein Laubbaum) der Lärchen tauchen die Umgebung in ein gelbliches Licht. Die Nadelblätter (das trifft es gut) sind von einigen Bäumen schon zu Boden gefallen. Andere leuchten aus voller Kraft. Der Mix ist zauberhaft. Es ist still und wir lassen die Ruhe auf uns wirken.
Von See zu See
Ab Camp folgen wir dem Wanderweg, der uns der Reihe nach an allen Seen vorbeiführt. Die kleineren Exemplare sind bereits zugefroren. Andere sind noch offen. Wie der oberste See, der Lagh da Val Viola. Der Lagh da Saoseo präsentiert sich halb gefroren. Wir können uns kaum sattsehen an den schönen Bildern. Es ist megakitschig.
Nach 15 Uhr steht die Sonne schon merklich tiefer. Erste Schattenstellen entstehen, an denen es kühl wird. Streckenweise ist der Weg mit gefrorenem Schnee bedeckt. Was uns zu vorsichtigen Bewegungen motiviert. Ab Camp fahren wir mit den Velos wieder retour nach Sfazù. Die paar wenigen Kilometer sind erfrischend frisch.
Ein perfekter Abschluss in Poschiavo
In Poschiavo logieren wir im Hotel Suisse. Einfach, sauber, perfekt. Genial ist die Überraschung, als wir ankommen. Ein Apéroplättli wird vom Haus offeriert. Und das lässt keine Wünsche offen. Lokaler Käse und lokale Fleischspezialitäten werden gereicht. Das ist so was von perfekt!
Da geniessen wir gerne noch einen Americano und einen Sbagliato dazu. Wenn schon, denn schon. Wir haben schliesslich Ferien.
Der Bildersturm des Tages
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