Bergwandertraum an der südöstlichsten Ecke der Schweiz in Tschlin

Fast bis an den Rand der Schweiz fahren wir heute, nämlich hinauf nach Tschlin. Die Grenzen zu Österreich und Italien sind nur einen Steinwurf entfernt.

Durch das herbstliche Tschlin

Schon beim Start zeigt sich Tschlin von seiner schönsten Seite. Die Herbstfarben leuchten, und beim Aufstieg durch das Dorf bewundern wir die typischen Engadinerhäuser mit ihren liebevoll verzierten Fassaden. Oberhalb des Dorfes wird es ruhiger. Gabi hat eine ausgedehnte Runde ausgeheckt, die uns quasi über die Dächer von Tschlin führt.

in Tschlin
weitere tolle Fassade im Dorf
die Dächer von Tschlin

Sonne, Schnee und goldene Lärchen

Unser Weg führt unter dem Piz Malmurainza vorbei über die Alpen bis zur Alp Tea, die wir über Motta d’Alp erreichen. Vom vergangenen Wochenende liegt noch etwas Schnee. Zusammen mit dem strahlenden Sonnenschein sorgt das für perfekte Wanderstimmung. Dazu kommen die bunt gefärbten Laubbäume und die goldgelben Lärchen, die in der Herbstsonne leuchten.

Ein Blick weit ins Inntal

Von der Alp Tea folgen wir einem Strässchen, das rund eine halbe Stunde später bei den Lawinenverbauungen endet. Dort eröffnet sich ein fantastischer Blick weit hinunter ins Inntal. Sogar Landeck können wir erkennen. Die Sonne wärmt angenehm, kein Lüftchen stört die Ruhe. Viel mehr braucht es für einen gelungenen Wandertag nicht.

das Inntal mit Landeck

Die Suche nach dem Tschliner Bier

Nach unserer langen Runde freuen wir uns auf ein wohlverdientes Bier in Tschlin. Doch daraus wird nur teilweise etwas. Die Beiz hat Ruhetag, und im Dorfladen hat es die Betreiberin tatsächlich geschafft, kein einziges Tschliner Bier in den Kühlschrank zu stellen. Unglaublich! Also stossen wir stattdessen mit einem Moretti und einem alkoholfreien Feldschlösschen auf die schöne Tour an. Nicht ganz dasselbe wie ein Tschliner, aber immerhin auch Bier.

das wäre der Plan gewesen

Gemütliche Heimreise

Zuerst mit Postautos, dann mit dem Zug, der uns direttissima von Scuol nach Küblis bringt, kutschieren wir heimwärts. Zufrieden lassen wir die Wanderung Revue passieren. Ein Tag mit Sonnenschein, frischer Herbstluft, etwas Schnee und grandiosen Ausblicken. Viel mehr kann man sich von einer Herbstwanderung kaum wünschen.

Und zum Schluss noch das

Das Dorf-WC in Tschlin ist auf originelle Art angeschrieben (das mit der spiegelverkehrten Schrift ist kein Fehler).

Das Bilderbuch des Tages.


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