Wir nutzen die morgendliche Frische und den Schattenhang.
Kühl mal ab
In Fideris kühlt es in der Nacht angenehm ab. Diese Frische wollen wir etwas in den Tag hinein retten. Da das Velo von Gabi gerade im Wellness beim Mechaniker ist, sind wir zu Fuss unterwegs. Auf den Rotspitz, oberhalb von Partnun, gehen wir heute. Zuerst mit dem Auto bis nach Partnun, anschliessend zu Fuss.
Das Wetter ist prächtig, die Temperaturen angenehm und wir staunen ob der vielen Leute, die es hier oben hat. Der Klettersteig und die verschiedenen Kletterrouten ziehen viel Volk an. Da sind wir froh, lassen wir das alles links liegen und gehen nach rechts. Hinauf unter die Wand des Grausteis. Wo wir den Eingang zur Weberlisch Höli prominent in der Felswand sehen. Über das Tälli steigen wir in verschiedenen Stufen weiter auf. Immer wieder hat es kleine Böden, die die Landschaft gliedern.
Die kleinen Seelein unterhalb des Rotspitzs sind alle trocken. Letzte Soldanellen blühen, der Schnee ist noch nicht lange weg. Es hat sogar noch ein paar Schneefelder. Wie die der Hitze standhalten, ist uns ein Rätsel. Auf dem Rotspitz hat es ein schönes, neues, Gipfelkreuz. Die Aussicht ist 1a, die Luft klar und Leute hat es wenig. Wir geniessen die frische Bise und machen ausgiebig Rast.
Bevor es wieder runtergeht. Retour nach Partnun und nach Fideris. Wo wir den Nachmittag auf dem Sitzplatz verbringen wollen.
Der Titel?
Das kam so: auf dem Wegweiser steht, wie lange man auf den Gipfel braucht. Wir waren schneller. Und begannen den Abstieg nach unserer Pause zu einer Zeit, wo wir, gemäss Wegweiser, eigentlich noch nicht einmal auf dem Gipfel gewesen wären.
Es brennt!
Kaum sitzen wir in Fideris draussen, hören wir Sirenen. Die kommen näher und näher. Offenbar düsen die Fahrzeuge nicht auf der Nationalstrasse unten im Tal durch. Nein, sie kurven nach Fideris. Als Gabi um die Hausecke schaut, ist der Schreck gross. Eine riesengrosse, schwarze, Rauchwolke erhebt sich in den Himmel. Es brennt! Und wie. Ein ganzes Gebäudeensemble mit Lagerhallen und Unterständen hat gerade zu brennen begonnen. Jede Minute breitet sich der Vollbrand mit Wucht weiter aus. Nach 30 Minuten ist das ein Megafeuer. Die Feuerwehren aus dem Tal treffen mit allem Material ein, das sie haben. Es brennt und brennt. Jetzt, am späteren Nachmittag, wird das Ausmass des Schadens sichtbar. Es ist enorm. Zum Glück standen die Gebäude unterhalb des Dorfes. Und wir hoffen, es habe nur Sachschaden gegeben. Es standen, beispielsweise, mehrere Wohnmobile und Wohnwagen in den Unterständen. Die sind nun alle weg. Geschmolzen und explodiert. Wohngebäude sollten nicht betroffen sein. Der Feuerwehr ist es, soweit wir sehen können, gelungen, das angrenzende Einfamilienhaus einigermassen zu schützen.
Die Bilder des Tages.
Mit der Route.

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