Kein Bock – auf dem Montalin (2265 m)

Ferien bei schönem Herbstwetter. Das haben wir im Moment. Da bietet es sich an, einen der schönen Berge in unserer Umgebung zu besteigen. Gabi wählt den Montalin, den Hausberg von Chur, mit der prächtigen Aussicht auf die Stadt und das Rheintal. Der Berg ist die Heimat einer Steinbockkolonie. Die Tiere sieht man oftmals aus der Nähe.

auf der Alp Hertawiese

Für uns geht es auf der Alp Hertawiesa oberhalb von Calfreisen los. Da stellen wir das Auto ab, schnüren die Bergschuhe und steigen gleich mal steil in die Route ein. Die Sonne scheint, am Himmel hat es Schleierwolken, der Föhn wärmt und der Wind ist sanft – noch. So geht es durch die herbstlich wunderbar gefärbte Landschaft bergan. Bis hinauf zum Furgglis. Das liegt auf dem Grat, und zum ersten Mal sehen wir hinab ins Rheintal. Und erleben den Föhn, der hier oben schon kräftiger zieht als unten. Es bläst, ist aber nicht kalt. Leute hat es nur wenige unterwegs.

Dem Grat entlang, immer mit viel Tiefblick, wandern wir weiter bis zum Gipfel des Montalin. Wir linsen links, wir linsen rechts, immer auf der Ausschau nach Steinböcken. Und wir sehen was? Nullkommagarnichts. Kein Tier lässt sich blicken. Was doch eher selten ist. Gabi und ihre Schwester erblicken dann ganz weit unten ein paar braune Punkte, die sich bewegen. Vermutlich sind das Gämsen. Aber Steinböcke? Die sind unsichtbar und lassen sich auch nach längerer Zeit nirgends blicken. Tja, so kann es einem gehen. Und auch anderen, nämlich all jenen, die heute aufgestiegen sind. Alle schauen sie in die Röhre. Respektive in die Tiefe.

Tiefblick ins Rheintal gen Sargans
kurz vor dem Gipfel des Montalin
Chur von oben
vom Gipfel geht der Blick hinüber zum Hochwang

Wir geniessen statt der Tiere das wunderbare Herbstwetter, die farbige Natur und die hübsche Aussicht. Gemütlich steigen wir wieder ab. In Calfreisen kehren wir ein. Es gibt eine kleine Besenbeiz, die von einem älteren Ehepaar geführt wird. In der Abendsonne sitzen wir auf dem Bänklein an der Hauswand und lassen uns Radler und Bier schmecken. Herrlich ist das.

Später geht es heimwärts. Mit einem Zwischenstopp in Chur für einen feinen Znacht. So soll es sein. Wir haben schliesslich Ferien.

Die Bilder des Tages.


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