Der Mittwoch ist unser Abschlusstag. Die am Dienstag spontan geplante Route kommt zum Einsatz.
Die heutige Route – lang und schön?
Ja, sie ist lang, und soll uns noch einmal in die Schönheiten der Landschaft führen. Statt mit der Sesselbahn fahren wir heute mit dem Auto den Berg hoch. Bis zur Alp Quader. Damit wir am Abend sicher keinen Zeitdruck haben. Was sich auszahlen wird.
Von der Alp Quader wandern wir zuerst zur Alp Dado Sut, respektive zur Bergstation der Bergbahn. Nachher führt der Weg vorbei an den Ruinen der ehemaligen Alp Dadens Sut hinauf zur Alp Dadens Sura. Dank dem, dass ich die Route auf meiner Uhr sehe, finden wir den schmalen Pfad. Der teilweise nicht sichtbar durchs Gelände verläuft. Der Weg ist wenig begangen, stellen wir fest. Am Fuss des Crap Surtscheins biegen wir ab, wenden uns dem Hang entlang dem Crap Tgietschen zu und geniessen die Einsamkeit. Die Landschaft ist wieder prächtig. Nach den Stein- und Kieswüsten vom Mittwoch, sind es heute Alpen. Bestossen mit Vieh. Trotz der Rindviecher sehen wir aber auch drei Gämsen.
Auf der Fuorcla Gavirolas merken wir, dass der Crap Tgietschen wie ein Schiff aussieht. Von der Fuorcla aus sehen wir in die nächste Geländekammer und in der Ferne erspähen wir die kleine Panixerpasshütte. Für uns geht es weiter. Hinein ins Gelände Cavorgia da Vuorz. Da ist es wieder steinig und geröllig wie am Mittwoch. Farben spielen, wir wandern und irgendwie ist der nächste Übergang, die Falla Lenn, doch weit weg.
Als wir sie überschreiten, sind wir gespannt, ob wir nochmals Steinböcke sehen. Da ist aber nichts damit. Wir sehen zwar Abdrücke im feuchten Lehm. Die Tiere selber sind aber irgendwo anders unterwegs. Noch einmal werfen wir einen Blick aufs Kistenstöckli und die Bifertenhütte. Bevor wir uns auf dem, inzwischen bekannten, Weg talwärts wenden und zur Alp Quader absteigen. Heute hätte es zeitlich definitiv nicht auf die Sesselbahn gereicht. Über 8 Stunden waren wir unterwegs. Genossen die Gegend noch einmal ausgiebig und denken, dass wir wieder mal herkommen. Da gäbe es noch das ein oder andere Veloprojekt.
Am Abend essen wir in Brigels im Gasthof Surselva, wo wir übernachtet haben. Das Studium des Wetterberichts sagt, dass wir wieder enorm viel Glück haben. Am Donnerstag soll es trüb werden, mit viel Saharastaub in der Luft und starkem Föhn. Und wir, wir hatten drei Tage lang eine tolle Sicht!
Das Bilderbuch des Tages.
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