Sie war wegen eines Umbaus länger geschlossen. Die Carschinahütte am Fusse der Sulzfluh. Nun erstrahlt sie in neuem Glanz. Die Gelegenheit für uns, am Nachmittag eine Ausfahrt, verbunden mit einem Schuhtest, zu absolvieren.
Mit dem Velo geht es zuerst einmal gut 1400 Höhenmeter hinauf. Bis zu den Hütten bei Bärgji auf 2135 Metern. Dort deponieren wir die Velos. Wir möchten den zweiten Teil des Schuhtests durchführen. Teil eins ist bereits erfolgreich absolviert, da ging es um die Steifigkeit der Sohle beim Velofahren. Zu weich ist schlecht, weil es erstens auf den Fussballen drückt und zweitens viel Kraft benötigt. Steifer ist besser und spart Energie. Und da sind unsere Treter von Scarpa (Gabi) und La Sportiva (meine), definitiv auf der guten Seite daheim. Sie bestehen den zweiten Teil des Tests mit Bravour.
Der Weg hinauf zur Carschinahütte ist ein Bergwanderweg der Sorte «Spazierweg». Bloss 150 Höhenmeter legt man auf 4 km zurück. Das ist wirklich erholsam. Der Weg führt am auch heute wieder wunderhübschen Carschinasee vorbei. Das Wetter zaubert Stimmungen an den Himmel, die eine Pracht sind. Wolken wallen, die Sonne scheint und dann wieder nicht, die hellen Kalksteinfelsen leuchten, und der Ausblick ist super.
In der Hütte sehen wir, wie gut der Umbau wirkt. Grösser ist die Küche, und der Essraum ist viel heller. Komplett neu ist das Mobiliar, drinnen wie auch draussen. Leute hat es wenig, als wir unsere Kaffeepause machen. Der Kaffee ist übrigens ausgezeichnet und den Aufstieg wert.
Die Gäste kommen allmählich von den Klettersteigen an der Sulzfluh zurück. Für uns heisst es bald, Adieu zu sagen. Der Rückweg steht an. Den absolvieren wir schnell. Die Sonne steht tiefer, und wieder gibt es herrliche Stimmungen. Beim Bärgji besteigen wir unsere Velos, und die lange Schussfahrt hinab nach Küblis beginnt. Okay, kurz vor Pany geht es noch ein wenig aufwärts.
Zurück in Fideris, sitzen wir in die Sonne und geniessen den sauren Most zum Apéro. Was für ein Wetterwechsel! Es ist kühl, es zieht eine frische Brise durchs Tal, und wir sitzen tatsächlich so in die Sonne, dass sie uns wärmt. Vor wenigen Tagen wären wir in den Schatten geflüchtet. Ganz ehrlich: Mir ist das aktuelle Wetter lieber. Auch wenn ich plötzlich wieder mehr Textilien am Körper und im Rucksack habe.
Das Bilderbuch des Tages.
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