Heiss wird es heute sagen die Wetterfrösche. Da ist eine lange Bergtour keine gute Idee. Die Lösung? Bike & Hike. Das bringt kühlen Fahrtwind, macht Spass und zu Fuss unterwegs sein können wir auch.
Auf zum Spitz
Wir machen unsere Eingeklemmten bereit. Die kann man nicht am heimischen Tisch essen. Sondern muss sie irgendwo hin tragen. Um sie dann genussvoll in der freien Natur zu verspeisen. Genau das machen wir.
Zunächst verschwinden die Eingeklemmten in den Velorucksäcken. Dort liegen sie im Schatten und sollten es noch nicht allzu heiss haben. Dann schwingen wir uns auf die Velos und düsen los: zuerst bergab bis nach Grüsch. Von dort führt die alte Valzeinastrasse ins gleichnamige Tal hinauf – zunächst über den stillgelegten Abschnitt, der heute vor allem den Eidechsen und Velos gehört, später auf der normalen Strasse bis hinauf ins Dorf.
Anfangs ist es angenehm kühl auf dem Velo. Beim Aufstieg kommt die Sonne hinter den bereits etwas dichter werdenden Wolken hervor. Parallel dazu stellen sie die Heizung an. Wir frieren definitiv nicht, als wir in Valzeina ankommen. Wegen der Trockenheit ist der ersehnte Brunnen leider ausser Betrieb. Respektive er tröpfelt noch etwas vor sich hin. Bis da ein Bidon voll ist, würde es ewig dauern. Deshalb fahren wir 100 Meter weiter zum Hofladen. Wo es kühle Getränke gibt.
Weiter geht es hinein ins Tal. Bis zum Abzweiger, der auf die Hüschiweid führt. Wo die fahrbaren Wege zu Ende sind. Ab da heisst es wandern. Das Velo stellen wir an eine Stallwand. Der Wanderweg ist gleich daneben. Und führt sehr direkt steil den Hang hinauf. Was die Velowaden anfänglich nicht so toll finden. Aber ein paar Schritte später haben sie begriffen, dass es jetzt zu Fuss weitergeht.
Der Weg wird immer weniger ein Weg, sondern ist am Ende eine Wegspur. Die durchs hohe Gras auf den Cyprianspitz führt. Oben hat es ein Bänkli, das gefühlt von tausend Fliegen und Flugameisen annektiert ist. Die stürzen sich auf uns. Wir schwitzen und die Feuchtigkeit zieht die Flugviecher an. Da können wir es glatt vergessen, die Eingeklemmten auf dem Bänklein zu verspeisen.
Ein paar Meter weiter klappt es dann. Sogar ein leichter Wind weht und wir sitzen ins Gras. Der Käse im Brot hat die Wärme genossen und sich so quasi in ein Raclette verwandelt. So mundet der Zmittag, die Aussicht macht Freude und der Blick auf den Wetterbericht mahnt zum Aufbruch. Am Nachmittag kann es Gewitter geben. Die es tatsächlich gibt. Sie schrammen, einmal mehr, knapp an Fideris vorbei. Dummerweise so nah, dass wir kurz vor dem Nachtessen notfallmässig ins Innere flüchten. Weil es ganz kurz regnet. Wenig, und trotzdem genug, um uns zu verscheuchen.
Jetzt, um halb zehn, sitzen wir wieder draussen und geniessen die abendliche Frische. Nach den heutigen 30 Grad sind wir gespannt, ob es am Sonntag wirklich „nur“ 21 Grad haben wird. Bevor wir dann in die nächste Hitzeperiode starten.
Und so dies und das
Ach, wie ist die Ruhe schön
Gabi’s Velo hat vorne neue Bremsbeläge und eine neue Bremsscheibe. Was ein ganz hübsches Fahrgefühl gibt. Vor allem beim Bergabfahren. Jetzt saust das Velo, und alarmiert nicht das halbe Tal, weil die Bremse so laut quietscht.
Qualität?
On-Schuhe kaufe ich keine mehr. Weil die Qualität bekanntlich mies ist. Deshalb setze ich auf Scarpa. Wo ich heute konstatiere, dass meine Schuhe, die noch kein Jahr alt sind, bereits erste Auflösungserscheinungen haben. Die Befestigung der Schnürung ist am einen Schuh kaputt. Und die Sohle löst sich hinten bereits etwas. Tja, da eifern sich die Hersteller wohl eifrig nach. Schauen wir mal, ob wir das als Garantiefall anmelden können.
Die Bilder des Tages.
Mit der Route.

Entdecke mehr von Tourenblog
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.



