Prachtswetter herrscht, der Wetterbericht hat recht. Am Abend soll es dann heikel werden. Gewitter drohen, und die feuchten Tage sollen eingeläutet werden.
Der Anfang
Im Dorf kaufen wir zuerst ein. Damit wir für den Rest des Tages keine Zeitdruck haben. Einen kleinen Laden mit vielen lokalen und regionalen Produkten hat es. Das passt für uns perfekt. Es ist auffällig, wie viele schöne Läden mit Produkten aus „dem Ländle“ es in der Gegend hat. Die regionalen Produkte scheinen beliebt zu sein. Auch bei den Touristen. Wir fahren auf unserer Tour an der Weichkäserei in Schnepfau vorbei. Kaufen können wir leider nichts. Der Käse würde bei der Wärme zu Fondue. Ich glaube, wir gehen separat noch einmal beim kleinen Verkaufslokal, direkt in der Käserei, vorbei.
Der Plan von heute ist es, die Mittagsfluh zu umrunden. Das sind etwa 30 Kilometer. Wir folgen unserem Plan und geniessen die ersten Kilometer. Es geht durch den Wald, der Bregenzer Ach entlang und dann ab Schnepfau bergauf. Alles auf schönen Wegen und Strassen. Nach der Abfahrt nach Bizau biegen wir ab. Auf eine Strasse, die nach wenigen Kilometern kostenpflichtig wird. Was dann folgt, ist eine kilometerlange, immer sanft steigende, traumhafte Fahrt dem Bizauer Bach entlang. Uns überholt genau ein Auto. Sonst sind wir alleine unterwegs. Oben angelangt sind wir auf der riesigen Alp Schönenbach. Das ist ein richtiges Alpdorf. Mit vielen, vielen von Kühen, die im frischen Gras weiden. Gabi hört bei über hundert Stück auf zu zählen.
Wo das „darf es bisschen mehr sein“ beginnt
Ab hier ginge es weiter bergauf und irgendwie zwischen den Gipfeln durch zurück nach Au. Was wir nicht machen. Das Wetter und die Umgebung sind zu schön. Weiter geht es hinein ins Zentrum der Alp Schönenbach. Gabi sieht ein Strässchen, dem wir weiter folgen. Dann komme ich an die Reihe, biege nicht links ab, um retour auf die Alp zu fahren. Sondern ich folge dem Alpweg weiter und schlussendlich? Kurven wir durch Täler und Chrachen. Es ist prächtig. Immerhin haben wir ganz grob eine Ahnung, wo wir in etwa sind.
Wieder in die Zivilisation kommen wir auf der Schetteregg. Einem Skigebiet auf etwa 1’000 Meter Höhe. Ob es da noch genügend Schnee hat im Winter? Topmodern sind die Gebäude jedenfalls. Wie an vielen anderen Orten im Bregenzerwald stehen moderne Hotels in der Landschaft.
Für uns geht es ab hier nochmals durch den lauschigen Wald bergab. Bevor wir dann auf der Strasse bis ins Tal, nach Egg, düsen. Ab hier folgen wir dem Veloweg, der uns zurück nach Au bringt.
Darf es ein bisschen mehr sein?
Aus den geplanten 30 Kilometern sind am Ende knapp 74 geworden. Aber jeder der zusätzlichen Kilometer hat sich gelohnt. Die Gegend ist der Hammer, um mit dem Mountainbike Erkundungsfahrten zu machen.
Und das Wetter?
Das hält sich an den Fahrplan. Es ziehen immer mehr Wolken auf. Und gegen 20.00 Uhr geht ein Gewitter nieder. Nachher startet der leichte Regen. Der uns wohl etwas länger begleiten wird als gewünscht. Jä nu, wir nehmen es der Reihe nach.
Die Bilder des Tages.
Mit der Route.

Entdecke mehr von Tourenblog
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.






