Über dem Nebel und unter dem Schnee

Saisoneröffnung in den Skigebieten ist angesagt. Tausende drängeln sich auf den paar Quadratmetern Kunstschnee, der an die Hänge gepflastert worden ist. Wir kratzen uns am Kopf und denken uns was. In Davos wäre sogar eine Loipe im Zustand „Mittelprächtig“ zu finden. Gemäss dem Loipenstatus vom Samstagabend. Neben derjenigen, die mit gelagertem Schnee für die Spitzencracks präpariert worden ist. Am Sonntagnachmittag hat nur noch die für die Cracks überlebt. Die andere ist als Opfer des warmen Wetters zu beklagen. Sie hat sich vermutlich verflüssigt und aufgelöst. Jedenfalls ist sie nun geschlossen.

Was wir denken und tun

Lassen wir die Leute machen was sie wollen. Wir schnüren die Wanderschuhe und ziehen los. Der Schnee zieht sich laufend zurück und so bleiben wir unter 2000 Metern. Da ist es grün. Vor allem dort, wo wir hinwollen. An den Sonnenhang oberhalb von Schiers nämlich.

was für ein Gegensatz

Direkt hinauf geht unser Weg. Zuerst im frostigen Schatten. Den wir zum Glück bald verlassen können. Die Sonne scheint, sie wärmt, es ist trotzdem winterlich frisch. Das Licht erfreut und die weissen Berge geben einen Eindruck der durchaus der Jahreszeit entspricht. Zuerst wenden wir uns ostwärts Richtung Pusserein. Dann westwärts, stetig etwas aufwärts geht es bis Fanas. Die Sonne tut gut, den Zmittag mampfen wir an einer voll besonnten Garagenwand. Unten im Tal liegt Schiers im Schatten. Der Reif löst sich nicht auf. Am Talboden ist es leicht unter null Grad kalt. Oben bei uns reicht eine leichte Jacke. Es ist perfekt und die Bewegung tut gut.

In Fanas studieren wir den Busfahrplan. Der meint, dass in zwei Stunden wieder eine Verbindung nach Schiers stattfindet. Der Fall ist klar, wir dürfen weiter Sonne tanken und wandern weiter. Erstaunlich weit kommen wir im Licht. Die Sonne „kratzt“ oben den Grat des Furnerbergs und erst die letzten gut 30 Minuten tauchen wir in den Schierser Kühlschrank ein.

Blick das Prättigau hinauf, rechts der Glattwang
Naturkunst
Fanas

Und so dies und das

Ausnahmsweise wählen wir heute mehrheitlich die asphaltierten Wege. Die Wanderwege sind so richtig schön rutschig. Am Schatten geht es, da sind sie knackig gefroren. Kaum hat es etwas Sonne, sind die oberen paar Zentimeter aufgeweicht. Unten ist es gefroren. Das ist erstens dreckig und zweitens schmierig wie verrückt.

Die Bilder des Tages.

Mit der Route.