Sonne, Hölle, Himmel – oder die grosse Görwihler Runde

Europa steht am Gotthard. Wir im Wald, wo wir alleine unterwegs sind. Im Schwarzwald finden wir einmal mehr den stillen Ort.

In die Hölle?

Ein Abstieg in die Hölle? Nein, so schlimm kommt es nicht. Wir steigen aber ab zum Höllbach. Einem 9.1 km langen Bach bei Görwihl. Der Höllbach fliesst in die Alb, diese in den Rhein. Der Bach fällt in einem kleinen Tal über mehrere Stufen in die Tiefe. Deshalb gibt es heute noch einmal Wasserfallbilder. Da wir alleine beim Bach sind, geniessen wir die wunderschönen Eindrücke ausgiebig. Wir könnten, was wir wegen der Distanz aber nicht tun, nach dem Höllbach noch in die Teufelsküche wandern. Es geht heute wirklich teuflisch zu und her.

Kirche in Görwihl
Wanderpracht ausserhalb von Görwihl
Höllbach
Höllbach
Höllbach
Höllbach

Ab in die Höhe

Aus dem Höllbachtal steigen wir langsam wieder auf und gelangen an die Sonne. Vorher folgen wir dem schmalen Weg einer Wuhre entlang. Herrlich plätschert das Wasser im Wald. Entspannend ist die Stimmung. Die Sonne dringt durch das noch frische und hellgrüne Laub.

Wuhre im Wald

Als wir den Wald verlassen, wendet sich der Weg den Feldern und Wiesen zu. Abseits der Route sehen wir einen Wegweiser zum Panoramablick. Die paar hundert Meter gönnen wir uns. Belohnt werden wir mit einem tollen Ausblick gen Schweizer Alpen und einem Bänkli mit Tisch unter Kirschbäumen. Das wird unser Ort für die Mittagsrast.

herrliche Stimmung am Himmel
Weiler Hartschwand

Weiter geht es durch kleine Weiler wieder retour in den Wald. Stetig auf und ab führt uns die Route schlussendlich zum Gugelturm auf 996 Metern. Den Aussichtsturm besteigen wir, frösteln etwas im frischen Wind, schauen uns die umherschwirrenden Gewitterzellen genauer an, steigen vom Turm herunter und stellen fest: es beginnt zu regnen.

Gugelturm
Gewitterzelle als Wandererschreck

Gewitter ja oder doch nicht?

Zellen hat es schon früh, die sind aber noch harmlos. Später braut sich auf unserer Route etwas zusammen. Der Wind frischt auf, der Himmel nimmt bedenkliche Farben an. Auf dem Gugel, als es zu regnen beginnt, studieren wir kurz das Wetterradar. Das sieht übel aus. Weiter müssen wir aber trotzdem, noch trennen uns 9 Kilometer vom Ziel. Den Regenschutz lassen wir noch im Rucksack. Der Regen stoppt, wir gehen los. Kommen aus dem Wald und sehen die Zelle abziehen. Glück musst du haben. Bis zum Schluss der langen Wanderung bleiben wir trocken. Sogar die Sonne kommt wieder.

Dramaprogramm am Himmel
Kapelle in Giersbach
hübsche Innenausstattung
Gwunderfitze auf der Weide

Und so dies und das

Wer kann sich noch an Uriella erinnern? Uns kommt diese Zeit heute schlagartig in den Sinn. Der Wanderweg führt, man glaubt es kaum, vorbei an Gebäuden des Ordens Fiat Lux. Diese liegen in der Ortschaft Strittmatt. Wo Anhänger der Sekte leben. Ja, geschwurbelt wurde schon vor Corona.

Das aktuelle Bilderbuch.

Sowie die Route.