Cala heisst auf sardisch Strand. Und genau das haben wir heute gefunden.
Zum Start in Cala Gonone
Auf einer schmalen, steilen und sehr kurvigen Bergstrasse erreichen wir Cala Gonone. Den Ferienort unten am Meer, im Golf von Orosei. Nur gut 30 Minuten beträgt die Fahrzeit von unserem Ferienhaus. Zuerst kurven wir auf einer schmalen Landstrasse an den Fuss einer felsigen Bergkette. Dann schraubt sich die Strasse in engen Kehren den Berg hoch. Die Felsen sind mit Steinschlagnetzen gesichert. Es sieht aus wie in den Alpen. Ganz oben fahren wir zwischen zwei Felsen durch. Und schnappen nach Luft. Plötzlich liegt tief unten das Meer vor uns. Die Strasse windet sich in engen Kehren den Berg hinab. Zum Glück ist die Betonpiste in gutem Zustand. Sonst würden wir nervös. Denn Leitplanken hat es nicht überall. Und wo es hat, „flattern“ sie quasi im Wind. Das ist Dekoration, und keine Sicherheitsmassnahme.
Wir kommen heil im Ort an. Da ist Leben und Aktivität, ein totaler Gegensatz zu gestern. Wir fahren bis zur Caletta Fuiri. Wo die Strasse fertig ist. Ab jetzt geht es zu Fuss weiter. Im steten Auf und Ab bis zum Cala di Luna, einem bekannten und sehr schönen Strand. Die Strände hier sind nur zu Fuss oder mit dem Boot zu erreichen. Das Terrain ist steinig, steil und anstrengend. Der Schweiss fliesst, die Sonne scheint, es ist wunderbar.
Am Cala di Luna
Der Strand ist schon gut bevölkert. Bereits fährt das Zubringerschiff von Cala Gonone her und lädt die Badegäste ab. Die ergänzt werden durch all jene, die mit den Wanderschuhen die rund zwei Stunden bis zum Strand unter die Sohlen nehmen. Normalerweise erreicht man den Strand über eine Sandbank. Die im Moment unter Wasser steht. Sprich: alle suchen eine Brücke, die es nicht gibt. Somit heisst es Schuhe ausziehen und durch das brackige Wasser waten. Nachher ist der schöne Strand nah.
Interessante Felsformationen hat es überall. Das Wasser ist noch angenehm kühl und so erfrischt der Wind, der heute vom Wasser her weht. Wir erkunden die nahe Umgebung und geniessen das spezielle Ambiente. Bevor wir wieder retourwaten, die Schuhe montieren und den Rückweg antreten.
Auf der Heimfahrt, wieder über den Pass, ist plötzlich Aktion. Eine veritable Ziegenherde verschiebt sich. Die Tiere fallen so quasi den Hang herab auf die Strasse, knien sich bei der Leitplanke nieder und kriechen untendurch. Was jedes Mal ein Ding-Dong gibt. Nämlich dann, wenn das Tier mit den Hörnern die Leitplanke streift. Akrobaten gibt es auch, die hüpfen über die Leitplanke. Wir beobachten das bunte Treiben fasziniert.
Fazit
Eine tolle Wanderung haben wir geniessen dürfen. Der Führer hat nicht zu viel versprochen. Die Gegend ist extrem schön und die schmale Strasse über den kleinen Bergpass geht in unsere Erinnerungen ein. Toll war es.
Das Bilderbuch des Tages.
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