Die gestrigen Kilometer habe ich gut verdaut. Deshalb darf es heute bereits weitergehen mit dem Bike.
Vor der Haustür
Retour im Prättigau ist heute eine Runde an der Sonne angesagt. Es ist kühler geworden und am Morgen steht das Quecksilber auf 3 Grad. Langsam wird es frisch. Der Sonnenseite des Tales sitzen wir gegenüber. Eine nette und sonnige Runde hinauf nach Tratza oberhalb von Pany suchen wir uns aus der Karte.
Ab geht die Post
Zuerst gibt es die übliche Schussfahrt hinab nach Jenaz. Damit wir über die Nationalstrasse kommen. Nachher führt ein schönes Strässchen steil hinauf nach Buchen. Von wo wir der Route 323 folgen. Herbst pur mit Sonne geniessen wir. Die fiese Bise ignorieren wir hingegen. Haben wir sie im Rücken, ist es schön warm. Haben wir sie im Gesicht, ist es ziemlich kühl.
Oben in Tratza sehen wir bis zur Chlus bei Landquart. Der Dunst im Tal ist das Zeichen, dass der Nebel aus dem Unterland ins Tal drückt. So ist es. Wir sehen, wie die Suppe sich ins Tal ergiesst. Als die Sonne weg ist, geht es schnell. Jetzt sitzen auch wir im Nebel.
Vorher nutzen wir die letzten Sonnenstrahlen, steigen noch etwas auf und düsen auf einem hübschen Weg gen Fahrstrasse, die von der Alp Bova nach Pany hinunterführt. Am Schatten ist es schon kühl. Bald ist es kühler und noch schneller dann so richtig kalt. So gefroren, wie heute bei dieser Abfahrt, habe ich schon länger nicht mehr. Die frostigen Abfahrtskilometer sind unten in Jenaz zu Ende. Ich bin froh, geht es wieder aufwärts. Volle Pulle trete ich in die Pedale, bis ich keuchend auf die Terrasse in Fideris einbiege. Leidlich warm ist mir geworden. Die heisse Dusche wärmt mich wieder auf Normaltemperatur auf. Heute wäre die Mitnahme der Wärmejacke eine gute Idee gewesen. Jedes Mal, bis und mit gestern, war sie dabei und ich habe sie nie gebraucht. Kaum packst du das Teil aus, vermisst du es.
Die Bilder des Tages.
Mit der Route.