Programm einmal geföhnt

Der Föhn ist gekommen. Mit Kraft und Wärme. Er vertreibt unser heutiges Skitourenprogramm. Er schmilzt es quasi weg. Dafür aktiviert er Veloideen. Die wir sofort in die Tat umsetzen. Über Nacht werden wir vom Winter in den Frühling gebeamt.

Aus der Mottenkiste in die Natur

Am 10.11.2024 haben wir die letzten Kilometer mit dem eMTB zurückgelegt. Jetzt, gut 3 Monate später, dürfen die Räder aus der Mottenkiste ans Licht, nach dem Aufpumpen der Reifen und dem Schmieren der Kette geht es los. Zuerst geht es bergab durchs Prättigau. Durch die Chlus, hinaus nach Malans. Dort treffen wir den Föhn persönlich. Es ist frühlingshaft warm. Etwas ungewohnt für uns, aber ganz angenehm. Ein optimal besonntes Bänkchen oberhalb der Weinberge von Malans ist unser Mittagsplatz. Schnell merken wir, dass es noch viele andere gibt, die heute ihren ersten Velotag geniessen. Es ist die reinste Velo-Parade unterwegs.

Malans mit Pizolgebiet rechts im Hintergrund
Siesta auf dem Dorfplatz von Malans

Nach Malans wenden wir uns Jenins zu, fahren ein Stück bergauf, kommen durch das Heididörfchen, wo es auch heute Touristen gibt. Für einmal aber nur wenige. Weiter geht es durch den Eichenwald ob Maienfeld, wo eine der dicksten Buchen der Schweiz stehen soll. Ob sie deshalb so alt werden konnte? Weil sie sich in den Eichen versteckt hat?

Heidi war heute nicht daheim …

Die Sonne scheint, es ist warm. Fläsch ist erreicht, wo wir uns durch die Rebberge schlängeln. Überall sind die Winzer bei der Arbeit und auch die Bauern spüren den Frühling. Schliesslich fahren wir unterhalb des Ellsteins durch ein wunderschönes Naturschutzgebiet am Rhein entlang. Bevor wir unter dem Heidenkopf wenden. Hier endet der breite Weg und geht in einen Bergwanderweg über. Zurück geht es, direkt am Eingang zur Festung Tschingel vorbei, wieder nach Fläsch und auf einer etwas anderen Route zurück nach Malans.

Fläsch – der Winter ist noch nah
Gonzen und Alvier

Jetzt ist es schattig. Es wird kühl. Die warme Kleidung ist willkommen. Kurz vor der Chlus erleben wir unser Wärmewunder. Der Föhn wirbelt hier hinten an den Felswänden entlang. In Sekundenschnelle ist es warm und dann plötzlich eiskalt. Ein beeindruckendes Schauspiel.

Etwas unterkühlt, aber müde und zufrieden kommen wir in Fideris oben an. Die erste Biketour hat gefallen. Gerne darf es bald mehr werden. Aber auch gegen weitere Skitouren hätten wir nichts einzuwenden. Mal sehen, was das Wetter in den nächsten Wochen bringt.

Die Bilder des Tages.

Und die Route.