Herbstgold mit Gruss von Väterchen Frost

Einmal mehr ist es mild, viel zu mild für die Jahreszeit. Trotzdem hat er es geschafft. Väterchen Frost ist da. In Küblis, dem bekannten Kühlschrank in den Wintermonaten, wo wochenlang kein Sonnenstrahl den Talboden erreicht, ist es heute knusprig am Boden.

Sonne tanken

Die Sonnentankstelle, die wir heute erfahren, ist auf der Sonnenseite des Tals. Wir pedalieren zuerst nach Saas. Wo die Sonne herrlich warm scheint. Von dort geht es auf der Route 333 bergauf. Bis auf die Madrisa oberhalb von Klosters. Eigentlich wollten wir der Route 327 folgen. Ich bog auch richtig ab. Da mein Navi aber motzte, drehte ich um und fuhr weiter auf der 333. Was sich im Nachhinein als falsch herausstellt. Denn mein Gefühl sagt mir, dass die Strecke nach Osten geht, statt nach Westen. Als ich das aber merke, stehen wir ein paar Höhenmeter unter der Madrisa. Aber was soll’s. Hauptsache es ist schön, die Sonne scheint und wärmt. Da ist es nicht so wichtig, wo man hinauffährt.

Saas im Prättigau
er flog am Kamin vorbei
Sicht von der Madrisa hinüber ins Gebiet Klosters und Davos

Auf der Madrisa ist es ruhig, alles ist zu. Etwas mühsam ist einzig, dass die Einheimischen offenbar mit den Autos hier hoch fahren dürfen. Es hat für unseren Geschmack zu viel Verkehr. Der stört, da die Strasse knochentrocken ist und es jedes Mal eine Staubwolke gibt.

Zwei Wege für die Heimfahrt

Nach der Madrisa folge ich weiter der Route 333. Gabi entschliesst sich, auf dem selben Weg nach Fideris zu fahren, den wir beim Aufstieg genommen haben. Ich geniesse die Abfahrt auf dem Singletrail, der bis zur Strasse führt, die nach Schlappin hinaufgeht. Die ist extrem steil. Wir sind sie vor geraumer Zeit einmal mit den normalen Bikes hinaufgefahren. Da explodieren dir fast die Oberschenkel. Spontan entscheide ich mich heute, den Abstecher nach Schlappin anzuhängen. Das ist mit dem Batterievelo natürlich eine lockere Sache. Oben angekommen, schlummert der Weiler in der herbstlichen Pause. Bevor der Sturm des Wintertourismus losbrechen wird. Als der Schatten langsam den Talboden erreicht, ziehe ich mich wärmer an und starte die Rückfahrt nach Fideris. Das ist ein Spass. Die Strecke ist leer und ich kann zu Tale brettern, dass es eine Freude ist.

Schlappinsee
Schlappin
Anti-Schlappin
der Sommer ruht

In Fideris poliere ich das Velo. Es hat noch 6 Grad. Die Sonne des Tages wärmt innerlich und so fällt mir das gar nicht auf.

Die Bilder des Tages.

Mit der Route.