Saharastaub ahoi. Es ist wieder einmal so weit. Die Sicht ist trüber als trüb. Die Berge verschwinden hinter dem staubigen Vorhang. Das Licht ist fahl. Zum Glück durften wir die letzten Tage mit klarer Luft und viel Aussicht geniessen.
Ein Ruhetag
Gabi geniesst einen Ruhetag. Ich auch, aber mit etwas Unruhe angereichert. Mich zieht es auf das Mountainbike. Im 2025 waren wir damit bereits im Februar unterwegs. Jetzt ist es März, ich bin somit spät dran.
Die Gefährte sind schnell für die neue Saison bereitgemacht. Software Update einspielen, den Pneus etwas Luft gönnen und der Kette ein paar Tropfen Öl. Schon sind die Velos bereit. Am 12.10.2025 sass ich letztmals darauf. Das ist der Tag, bei dem ich den Abflug im Aufstieg hingelegt habe. Der mich dann bis in den Januar hinein in Form von temporärem Rückenweh begleitet hat.
Schneesituationscheck und es lärmt in der Luft
Auf der gegenüberliegenden Talseite, oberhalb von Putz, lärmt seit dem frühen Morgen ununterbrochen ein Helikopter. Es wird geholzt. In einem Affentempo transportiert der Helikopter die Bäume aus dem Wald. Rotation um Rotation fliegt er.
Ich kurve mit dem Velo ebenfalls auf diese Talseite. Es ist die Sonnenseite. Da liegt nicht mehr so viel Schnee. Mich nimmt es wunder, wie weit hinauf es mit dem Velo schon geht. Mein Tipp: bis etwa 1400 Meter. Was dann stimmt. Auf 1500 Metern liegt noch fast ein halber Meter Schnee. Da stehe ich mit dem Velo direkt neben der friedlich dahinschmelzenden Loipe.
Nach Tratza hinauf geht, was eigentlich klar ist, auch nicht. Da ist die Barriere noch unten. Gleich dahinter steht der Pistenbully. Der vor einer Woche noch die Loipe präpariert hat. Da sind einige Wochen Geduld gefragt, bis die Strasse für Velos passierbar ist.
Deshalb drehe ich um, orientiere mich talwärts, finde einen ganz hübschen Bergwanderweg um durchs raschelnde Laub abzufahren. Oberhalb von Putz komme ich auf die Strasse und fahre dem Helikopter entgegen. Mit sicherem Abstand beobachte ich, wie Baum um Baum ausgeflogen und an einer anderen Stelle im Wald abgeladen wird.
In Buchen verlasse ich die Strasse wieder und düse auf Bergwanderwegen hinab bis nach Jenaz. Von wo der bekannte Retourweg nach Fideris folgt.
Den Kaffee geniesse ich heute daheim – aber klar: wieder mit dem Gaskocher, einfach auf der Terrasse. Und für einmal mit einem feinen Milchschaum.
Ein paar Bilder.
Mit der Route.






