Bise, Sulz und Sonne auf schmalen Latten

Hochnebel bis auf 2000 Meter? Zum Glück ist das, was der Wetterbericht vorhersagt, nur sehr bedingt wahr. Morgens sieht es zwar richtig wolkig aus. Kurz vor Mittag klart es auf. Wir packen unsere Sachen und machen uns auf den Weg nach Klosters. Die Bise treibt den Nebel ins Tal. Doch der Talwind, der bergab weht, ist stärker und bläst den „Dreck“ weg. Wir haben Glück und der Rest des Tages ist sonnig.

In Klosters steigen wir in die Loipe ein. Sulzschnee empfängt uns. Es hat 6 Grad und die Sonne scheint. Frühlingsgefühle kommen aber noch nicht auf. Die fiese Bise vertreibt sie. Erst im Tal, bei Monbiel, schafft es der Talwind, die Bise zurückzudrängen. Von da an ist es angenehm. Die Loipenqualität schwankt ein wenig. Von frühlingshaft weich bis gut ist alles dabei. Es geht schön bergauf. Ein willkommener Unterschied zum Oberengadin. Wo es uns fast ein bisschen zu flach ist.

Auf der Alp Novai sind die schattigen Zeiten vorbei. Die Sonne schafft es über das Lauizughorn und beglückt die Alphütte mit viel Sonne. Wir machen Pause, setzen uns auf eines der Bänkli und geniessen ein Sonnenbad. Bevor wir den Rückweg nach Klosters antreten, ziehen wir unsere Jacken an. Die Bise erwartet uns. Sie kühlt. Schön ist, dass schattige Abschnitte immer wieder von sonnigen Metern unterbrochen werden. Bestens klimatisiert kommen wir unten in Klosters an. Die Langlaufskis lassen wir in der Sonne trocknen. Währenddessen essen wir den Rest einer feinen Nusstorte. Langlaufen macht hungrig.

Das Lauizughorn dominiert die Alp Novai
Wunderbarer Pausenplatz vor der Alphütte

Jetzt, kurz vor 18.00 Uhr, geht die Sonne langsam unter und draussen weht ein bissiger Wind. Es riecht nach einem weiteren Langlauftag am Sonntag. Für eine Velotour ist es an diesem Wochenende zu frisch. Wir wollen den Winter sowieso noch so lange wie möglich geniessen. Die Frage ist nur, wie lange noch. Der Schnee ist unter Druck und wird langsam knapp.

Strassenszene vor dem Coop in Klosters