Den Samstag verbringen wir mit Freunden in Spiez und Thun am See, auf der Terrasse eines Restaurants direkt am Thunersee und bei einem Spaziergang durch den schattigen Wald. Später „chillen“ wir auf der lauschigen Terrasse bei ihnen daheim. Der Sommer hält einen tollen Sommertag ab. Es ist heiss, wir schwitzen, schwatzen und geniessen.
Ab zu den Quellwolken
Heute Sonntag ruft der Berg. Genauer das Sigriswiler Rothorn. Das wir von der Terrasse aus sehen. Früh stehen wir auf, essen den Zmorge draussen in der milden Morgenluft, und hören, als wir uns fast fertig bereitgemacht haben, den Regen fallen. Eine einsame Regenzelle verspürt doch tatsächlich das Bedürfnis, sich genau über unserer Gegend zu erleichtern. Schnell ist klar, dass es sich um ein kurzes Scharmützel handelt. Vermutlich mit dem einzigen Zweck, die Leute, die früh aufgestanden sind, nervös zu machen.
Wir bleiben ruhig und fahren hinauf nach Schwanden bei Sigriswil. Bei der Säge parkieren wir, konsultieren nochmals kurz das Wetterradar und brechen entspannt auf. Da ist kein Regen mehr in Sicht. Dafür hüllen sich die Berge in Wolken, die aussehen wie Wattebäusche. Die Quellwolken wallen, lösen sich auf, kommen wieder und manchmal verhüllen sie uns ein wenig. Die Sicht ist aber immer gut.
Wir folgen dem Pfad des Sigriswiler Rothorn Panoramawegs. Abwechslungsreich geht es über Alpen, durch Wald und später über Karstfelder in die Höhe. Manchmal ist der Weg ganz kurz etwas ausgesetzt. Alles in allem ist der Aufstieg entspannt und nach weniger als drei Stunden stehen wir oben auf dem Gipfel. Wo die Wolken wieder wallen. Die Aussicht ist prächtig, durch den starken Dunst, wegen der sehr feuchten Luft, aber etwas eingeschränkt. Das stört uns nicht. Da wir relativ früh unterweg sind, hat es noch wenig Leute. Erst beim Aufstieg kreuzen wir dann all jene, die später aufgebrochen sind. Und das sind nicht wenige.
Geissenpfad im Abstieg
Der Abstieg über den schmalen Weg, der manchmal über kleinere Felsstufen führt, ist nichts für Leute, die nicht gerne mehrere hundert Meter in die Tiefe schauen. Stolpern oder ausrutschen könnte fatal enden. Dafür stimmt die Aussicht. Zügig steigen wir ab, es wird wärmer und wärmer. Zum Glück ist der Himmel, die Quellwolken lassen grüssen, grösstenteils bewölkt. Das nehmen wir sehr gerne so entgegen. Die Sonne würde sonst ziemlich heftig in den Hang brennen. Zurück beim Auto kühlen wir uns auf dem WC der Bushaltestelle mit kaltem Wasser. Dann fahren wir retour nach Thun, wo die erfrischende Dusche wartet. Mit einem Schwatz auf der Terrasse schliessen wir das Wochenende ab und per Zug geht es ohne Halt auf die nächste Terrasse, nämlich die daheim in Winterthur.
Die Bilder des Tages.
Mit der Route.