Etwas Neuschnee hat es tatsächlich hingelegt. Für eine Skitour reicht das unserer Einschätzung nach nicht. Und für eine Schneeschuhtour? Das könnte gehen – oder auch nicht.
Was es gibt?
Zuerst eine Auslegeordnung, wo wir hingehen wollen. Schnee wäre nett, Sonne muss sein, denn heute Sonntag ist der Himmel strahlend blau. Am Ende gewinnt Furna mit dem Hohsäss. Der Hügel liegt im Hinterzimmer des Skigebiets Grüsch Danusa. Das sieht man bloss von Ferne.
Unser Startpunkt ist der Kühlschrank Furna Hinterberg. Da hat es lockere -10 Grad als wir losmarschieren. Ohne Schneeschuhe. Denn die Neuschneemenge ist eher bescheiden. Zuerst steigen wir dem Sommerweg nach auf nach Scära. Das ist schon mal herrlich. Mit dem frischen Weiss ist es winterlich. Dazu tragen die arktischen Temperaturen ebenfalls ihren Anteil bei. Es ist einsam. Bloss eine Skitourengeherin steigt hinter uns auf. Sie wird sich ob der praktisch aperen Stellen in den bewaldeten Abschnitten wohl nicht gefreut haben. Genau das haben wir erwartet. Und deshalb sind wir mit den Winterwanderschuhen unterwegs. Eine gute Wahl. So bleiben die Füsse warm.
Auf Scära könnten wir links direkt zum Wannenspitz aufsteigen. Dort oben standen wir vor wenigen Tagen bereits. Unser Weg geht rechts weg. In sanftem Auf und Ab wandern wir durch die winterliche Zauberlandschaft. Die Bäume sind weiss von Reif und Schnee. Etwa 10 Zentimeter Neuschnee hat es. Es wäre mit Schneeschuhen auch schön.
Bis zum Hohsäss machen wir manchen Fotostopp. Die Landschaft ist ein Traum. Beim Gipfelbänkli hat es dann ein paar Leute. Leider auch zwei Damen, von denen die eine plötzlich eine Zigarette anzündet und uns einnebelt. Wir verziehen uns rassig an eine Stelle, wo es nicht stinkt.
Nach dem Zmittag packen wir ein. Es ist immer noch frisch. Die Sonne wärmt zwar, aber eher bescheiden. In einem weiten Bogen biegen wir bald wieder auf die Spur ein, auf der wir hingewandert sind. Die bereits sinkende Sonne taucht die Landschaft in herrlich weiches Licht.
Die letzten Kilometer, wieder retour nach Hinterberg, sind schattig und entsprechend kühl. Beim Auto zeigt das Thermometer -11 Grad. Da ist die Sitzheizung hochwillkommen.
Glücklich und zufrieden kurven wir retour nach Fideris. Wo so langsam aber sicher der Abschied winkt. Der Alltag ruft im Unterland. Herrlich waren sie, die Festtage hier oben. Es hat fast alles gepasst. Die Ausnahme ist der fast fehlende Schnee.
Die Bilder des Tages.
Mit der Route.









