Der Tag beginnt mit klarem Himmel. Plötzlich wird die Sicht schlecht. Während dem Morgenessen zieht der Nebel ein. Und wie. Er ist dick und hängt tief. Das hat Auswirkungen auf unser Tagesprogramm. Abends wäre eine Hafenrundfahrt auf dem Plan gestanden. Die nun, um 16.30 Uhr, abgesagt wird. Die Sicht ist unter null und gemäss dem Mail sei es extrem selten, dass es hier so eine dicke Nebelsuppe hat. Später am Abend haben wir einen weiteren Programmpunkt. Der zum Glück nicht vom Wetter abhängig ist.
Blankenese und sein Treppenviertel
Der noble Stadtteil ist unser erster Tagesstopp. Mit der S-Bahn fahren wir hinaus ins Viertel. Das „Treppenviertel“ sei sehenswert, heisst es. Vor allem auch mit seiner Aussicht hinab zur Elbe. Heute fällt, der Nebel lässt grüssen, die Aussicht komplett weg. Wir steigen die Treppen auf und ab, kreuz und quer geht es durch das sehenswerte Viertel. Schöne Häuser reihen sich am Hang in grosser Zahl auf. Man sieht, wo das Geld in Hamburg wohnt. Nicht in Altona, wo wir unser Studio haben, sondern in Blankenese.
Die Elbe finden wir dann auch. Sehen tun wir nichts. Die Schiffe bleiben unsichtbar. Wir hören sie bloss, da sie mit den Nebelhörnern laut tröten. Sogar der kleine Leuchtturm am Strand verschwindet fast im Nebel. Die Stimmung ist irgendwie bizarr. Uns gefällt es, aber irgendwann haben wir genug grau gesehen und fahren mit der S-Bahn ins Stadtzentrum.
Ohne Nebel im Rathaus
Vor dem Rathaus ist der Platz mit einem proppenvollen Weihnachtsmarkt möbliert. Die Menschenmassen meiden wir. Die Strassen rundherum sind gesperrt und ebenfalls voller Menschen. Da ist was los. Im Rathaus auch. Das kann man mit einer Führung besichtigen. Was wir tun. Eine gute Stunde lang werden wir durch die Räume gelotst. Die Führung ist spannend, der Führer ein cooler Typ, der die Informationen lebhaft vermittelt. Seine Aussage am Start stimmt. Er sei weder ein Audioguide noch eine KI. Ihn könne man fragen und er gebe auf fast alles eine Antwort. Gut, das macht die KI auch. Sogar dann, wenn sie irgendwelchen Schrott fabuliert. Was der Mann definitiv nicht macht. Die Räume sind imposant, die Geschichte spannend und der Turm ist übrigens genau 112 Meter hoch. Seine Spitze verschwindet heute im tiefhängenden Nebel.
Nach der Führung brauchen wir eine Pause im Studio. Etwas ausruhen vor dem Abendprogramm. Welches wir nun neu sortieren müssen. Ein Baustein fällt aus und die Pause bis zur geplanten Aktivität ist länger als vorgesehen. Mal sehen, was uns in den Sinn kommt.
Abends wird es klein
Das Miniatur Wunderland ist unser Abendziel. Zuerst essen wir in der Brasserie des Carl vorzüglich zu Abend. Bevor wir auf 21.30 Uhr unseren Slot im Wunderland haben. Bis um Mitternacht bestaunen wir die kleine Welt. Wahnsinn, was sie hier gebaut haben und weiter ausbauen. Müde steigen wir in den Bus und lassen uns gen Bett fahren. Ein erneuter Besuch, irgendwann in der Zukunft, drängt sich auf. Details wie das rasende ToiToi WC auf der Formel 1 Rennstrecke in Monaco oder das startende Rieseninsekt auf dem Knuffingen Airport zeigen, dass hier viel Humor im Spiel ist.
Und so dies und das
Schon gewusst, welches das teuerste Wohnhaus Deutschlands ist? Die Elbphilharmonie. Da hat es tatsächlich 44 Wohnungen drin. Die gehören aber nicht zum sozialen Wohnungsmarkt. Eine der Wohnungen war im April 2025 für rund 8.3 Millionen Euro ausgeschrieben.
Ja, und um Mitternacht sehen wir wieder etwas. Der Nebel hat sich gehoben und die Sicht ist besser. Wir sind gespannt, wie es am Sonntag aussehen wird.
Das Bilderbuch des Tages.















