Bevor es zur „Bikerei“ und dem Zugwichtel der SBB geht, zuerst mal dies.
Karfreitag
Die Würze liegt in der Kürze. Deshalb nur soviel: am Karfreitag absolvieren wir den Gotthardstau, also rund 20 km, als Saisonabschluss auf unseren Langlaufskis. Ab Klosters noch einmal hinauf zur Alp Novai und dann wieder runter. Verhältnisse top, Schweissrate ebenfalls top und wir sind glücklich und zufrieden, als wir die Skis an der Sonne trocknen.


Ostersamstag
Am Morgen ist es trüb und feucht. Die Sonne kommt erst gegen Mittag. Das kommt uns gerade recht. Um in Landquart auf dem Vitaparcours aktiv zu sein (Gabi) oder eine hübsche Joggingrunde (ich) zu absolvieren. Frei nach den Motto: Jeden Tag einen anderen Sport – das hält die Muskeln in Schwung. Der spezielle Teil des Tages: auf einmal rast das Quecksilber hoch auf fast 20 Grad. Wir schwitzen!




Ostersonntag
Die Sonne lacht vom Himmel. Schon am Morgen ist es angenehm warm. Das ist der ideale Tag, um aufs Bike zu steigen. Schnell sind wir bereit. Ich habe eine Route von Bad Ragaz aus ausgetüftelt. Die führt uns zur St. Georgs-Kapelle und der Lourdesgrotte auf dem Berschis bei Walenstadt. Die Kapelle sieht man von der Autobahn aus prominent, im Hintergrund erheben sich die Churfirsten.
Mit dem Zug fahren wir nach Landquart. Wo wir in den IR35 einsteigen, und vom Zugwichtel der SBB gleich wieder rausgeschmissen werden. Die Veloplätze seien voll, die Sicherheit gehe vor, wir müssten raus und auf den nächsten Zug warten. Was für ein Saisonstart. Da triffst zu gleich den Zugwichtel an, der offenbar ein ernsthaftes Problem mit Velos hat. Den Typen sollten man therapieren. Nun, wir ärgern uns etwas und lassen Dampf ab. Wieso es die SBB nicht hinkriegen, was die RhB perfekt kann. Nämlich das ganze Jahr über genügend Veloplätze anbieten, das ist einfach unverständlich. Statt länger auf den nächsten Zug zu warten, sitzen wir aufs Velo und fahren selber nach Bad Ragaz. Auf dem schönen Veloweg, direkt dem Rhein entlang.
Von Bad Ragaz aus nehmen wir die Routen 474 und 25. Die uns, leicht erhöht, auf der Pizolseite, nach Wangs führen. Die Verhältnisse sind perfekt. Bei der Burgruine Freudenberg halten wir kurz an und lassen das Panorama auf uns wirken. Weisse Berge und im Tal weiss blühende Kirschbäume. Das sieht super aus. Dazu weht ein warmer Wind und wir geniessen das sonnige Wetter.
Weiter geht es bis nach Mels. Wo wir etwas ausserhalb über eine Brücke die Autobahn überqueren. Um uns kurz nach Ragnatsch bergauf zu orientieren. Der Plan ist es, auf der Route 477, für rund 1 Kilometer und gut 100 Höhenmeter, steil den Wald hinauf zu schieben. Bevor wir oben auf einen guten Weg treffen. Das Unterfangen stellen wir aber ein. Die Route 477 ist noch im Winterschlaf. Umgestürzte Bäume in grosser Zahl verhindern unser Weiterkommen. Wir drehen um, konsultieren die Karte und finden Pfade im lichten Buchenwald, dank denen wir unserem Ziel auch näherkommen. Diese Wege sind streckenweise sportlich, weil wir die Velos schieben müssen. Steil bergauf, auf schmalen Weglein. Aber wir schaffen es. Der Schweiss fliesst zwar in Strömen, aber es macht Spass.
Zur St. Georgs-Kapelle führt ein Wanderweg hinauf. Die Geschichte, die weit zurückreicht, ist hier schön festgehalten und sehr interessant. Für uns wird es auch sehr interessant. Weil der Wanderweg, der uns zur Lourdesgrotte führt, extrem schmal ist. Die Buchenblätter am Boden sind eine wahre Rutschbahn. Und die schweren Velos müssen wir auch noch irgendwie herunterzirkeln. Am Ende sind wir heil bei der Grotte unten. Das Loch wurde in den Berg gesprengt und ist ebenfalls Teil der Geschichte hinter dem Link weiter oben in diesem Absatz.
Zum Abschluss kurven wir auf Wanderwegen und Strässchen über Tscherlach nach Walenstadt. Wo wir einen Brunnen voller Rosen antreffen. Das sieht 1a aus. Am Bahnhof verladen wir unsere Velos in die S-Bahn und kutschieren mit 2 x umsteigen bis nach Küblis. Wo das übliche Dessert wartet. Rund 3 Kilometer und 150 Höhenmeter hinauf nach Fideris. Fun Fact: von Jenaz aus, das gefühlt näher liegt, sind es bloss 600 Meter weniger, aber genau gleich viel Höhenmeter.
Das Bilderbuch des Tages.
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