Ein Pollenfest auf Rädern

Wieder einmal gibt es wettermässig ausserordentliche Sachen zu berichten. Es ist warm wie im Mai, die Sonne scheint und die Pollen haben Ausgang. Vor allem Hasel- und Erlenpollen nutzen die idealen Bedingungen. Um Allergiker zu beglücken. Die sich mit roten Augen, niesend und schneuzend, durch die Landschaft bewegen. Es war heute pollenmässig ziemlich anstrengend. Die erste volle Ladung der Saison ist geliefert worden. Da hat das Immunsystem Samba getanzt.

Der Frühling klopft an

Eigentlich wären wir in den Bergen für Skitouren und Langlauf. Das warme Wetter lässt den Schnee aber schmelzen. Entgegenkommend wie er ist, fliesst er in Form von Wasser zu uns ins Flachland. Wo wir uns entscheiden, die Velos abzustauben und in den Sattel zu sitzen.

Unsere erste Velorunde

Sie führt von Winterthur nach Kemptthal. Genauer ins Valley. Da, wo früher die Maggifabrik die nahe und weite Umgebung mit dem betörenden Duft ihrer Würzsauce imprägniert hat. Dann kam die Givaudan, bei der die Nase auch immer intensiv beglückt worden ist. Feiner Suppenduft am frühen Morgen, wenn du mit dem Auto über den Autobahnviadukt gefahren bist. Nun, es hat sich ausgeduftet. Jetzt ist eine Vielzahl von Firmen im Komplex angesiedelt. Es brummt und summt. Es ist was los! Was sich über Mittag im von der Migros betriebenen Restaurant zeigt. Innert 30 Minuten werden jede Menge Menüs ausgegeben. Dann ist der Ansturm vorbei und es kehrt Ruhe ein. Auch bei uns, weil wir fein gegessen und uns für die nächsten Kilometer gesättigt haben.

Frühling im Leisental mit der Töss
„The Valley“ in Kemptthal
föhnige Fernsicht in die Glarner Alpen
Blick nach Bassersdorf, im gelben Hochhaus wohnte ich mal

Hoch hinaus im Hardwald

Ab nach Bassersdorf geht es. Zum Hardwaldturm. Der Sehenswürdigkeit im Wald, die wir schon lange besuchten wollten. Heute ist es soweit. Bei perfekten Bedingungen kurven wir hoch zum Turm. Besteigen ihn, bestaunen ihn, fotografieren ihn und lassen ihn, nach ausgiebigem Genuss, hinter uns. Denn wir müssen retour nach Bassersdorf, zur Filiale der Zürcher Kantonalbank. Wieso? Weil wir beim Turm eine Visa Debitkarte einer ZKB-Kundin gefunden haben. Die bringen wir an den Schalter.

der Hardwaldturm
der Turm ist ein Kunstwerk aus Holz von verschiedenen Baumarten
Frühling
so weit das Auge reicht

Zuckerstopp mit Shopping

Weiter geht es gen Oerlikon, unserer nächsten Station. Vorbei am Flughafen, biegen wir an die Glatt ab. Der wir bis Schwamendingen folgen. Um die letzten Kilometer bis zum Coop-Restaurant auf den Asphalt zu legen. Dort gibt es Zucker in Form von Patisserie und einen Kaffee. Quer über die Strasse schaffen wir es dann schnell, hinein in den Bächli-Bergsport. Gut beschuht, das gilt für Gabi, verlassen wir den Laden wieder. Ich habe es tatsächlich geschafft, nichts zu kaufen. Was eine ziemliche Leistung ist, bei all den hübschen Sachen im Geschäft.

ich bekomme kalte Füsse nur vom Anschauen
Brücke über die Glatt in Opfikon-Glattbrugg

Heimwärts

Gabi lässt sich mit der SBB heimwärts fahren, ich sitze wieder auf den Sattel und düse auf meinem alten Heimweg gen Winterthur. Wo ich nach einer guten Stunde, verschwitzt und etwas müde, ankomme. Rasch geht es unter die warme Dusche. Apéro und Znacht folgen und so blicken wir auf unsere erste Velotour der neuen Saison zurück. Abwechslungsreich und schön war sie.

Hier das Bilderbuch.

Mit der Route.