Zwei Tage Heuberger Traum mit den Schneeschuhen

Im Herbst waren wir mit den Altpfadis bereits im Schanfigg unterwegs. Die Begeisterung über die Gegend und die von Chrigel organisierte Tour war gross. So, dass die Gruppe beschloss, die Gegend im Winter mit den Schneeschuhen noch einmal zu erkunden. Jetzt ist es soweit, wir blicken heute Abend auf zwei tolle Schneeschuhtage in den Heubergen, wieder organisiert von Chrigel, zurück.

Der Sonntag

Zuerst die Anreise mit der Bahn bis nach Langwies. Dann ein kurzer Aufstieg zum Restaurant Edelweiss. Wo wir im Herbst, nach der Tour, vorzüglich gegessen haben. Der Wirt ist etwas überrumpelt, dass auf einmal elf Gäste in der Gaststube stehen. Nach dem er sich gefasst hat, verteilen wir uns an zwei Tische, bestellen Getränke und einige auch etwas für den Magen. Gut gestärkt brechen wir genau am Mittag auf. Um zum Skihaus Casanna im Strassberg aufzusteigen. Die Schneelage ist im Schanfigg, am Sonnenhang, genau gleich wie im Prättigau. Nämlich schitter bis bewölkt. Es ist mehr oder weniger aper. Die Schneeschuhe brauchen wir für den Aufstieg nicht.

Langwies
ein Teil der lustigen Gruppe im aperen Gelände
in Strassberg ist es dann winterlich

Gemütlich gehen wir der Fahrstrasse entlang und geniessen die wärmenden Sonnenstrahlen. Die Aussicht gefällt, wir schwatzen und wandern. Bis wir unterhalb von Strassberg den Schnee erreichen. Oben im Skihaus angekommen, richten wir uns ein, gewöhnen uns wieder an den etwas spröden Charme der Chefin und spielen ein paar Runden Brändi Dog. Bis wir auf unseren Tellern das vorzüglich gekochte Nachtessen begrüssen und verspeisen. Draussen ist es wolkenlos, der Vollmond taucht das Tal in ein zauberhaftes Licht. Es ist frisch und wir sind froh, dürfen wir in warmen Betten nächtigen.

Brändi-Dog
Vollmond
noch etwas Weihnachten im Februar

Am Montag

Der Montagmorgen ist blau, wolkenlos und mit rund -5 Grad gar nicht mal so kalt. Nach dem feinen Morgenessen brechen wir gegen 08.45 Uhr auf. Hinein ins Tal, gen Durannapass. Beim letzten Haus, dem „Murmeli“, biegen wir nach links ab und nehmen, mit einem weiten Bogen, den schönen Aufstieg zum Strassberger Fürggli in Angriff. Die Sonne lacht, der Schnee ist hübsch, und die Lawinengefahr erheblich. Das Weiss hat manchmal die Konsistenz von Styroporkügelchen. Es wummt sogar in der Fläche. Heikel ist sie, die Lage. Zum Glück verläuft unsere Route durch ungefährliches Gelände.

im Morgenschatten brechen wir auf
oben bläst der Ostwind
wir erreichen die wärmende Sonne
eine Pracht

Stimmungen, Licht und Gegend sind wunderbar. Wir geniessen es aus vollen Zügen, in der Winterlandschaft unterwegs zu sein. Dank einer perfekten Spur, sind wir zügig unterwegs. Oben auf dem Strassberger Fürggli, essen wir Zmittag, lassen nochmals die Herbstwanderung Revue passieren und peilen an, wo wir nun genau durchwandern wollen.

ohne Worte
kurz vor dem Ziel
die Solarsauna auf den Fideriser Heubergen – Hightech aus Finnland
Hämmer no Schlitte?
Vorbereitungen für die Fahrt ins Tal

Bald sind wir an der Bergstation des einen Skilifts und wandern am Pistenrand hinunter. Bis zum kleinen Gegenaufstieg zum Berghaus Arflina. Wo wir einkehren, es uns noch einmal so richtig gut gehen lassen und uns bereitmachen für den abschliessenden Höhepunkt. Die Schlittenfahrt, 12 Kilometer und 1’100 Höhenmeter sausen wir ins Tal. Die Schlittelbahn ist, trotz der prekären Schneelage, in 1a Zustand. Perfekt ist, dass wir den Abschnitt am Nachmittag haben, wo es keinen Gegenverkehr durch die Heubergbusse hat. Unten in Fideris sind wir glücklich und zufrieden. Dank dem Gepäcktransport konnten wir ohne die Rucksäcke ins Tal düsen. Bei der alten Säge nehmen wir das Gepäck wieder in Empfang und oh Wunder, alle erreichen den 15.36 Uhr Bus. Mit einem kleinen Endspurt bis zur Bushaltestelle. Was für eine Punktlandung nach zwei Tagen.

wir winken zum Abschied

Super war es und wir werden uns noch lange an diese beiden perfekten Tage im Schnee erinnern. Danke an Chrigel für die Organisation!

Und so dies und das

Am Montagabend schmöckere ich noch etwas in den News. Und lese im Blick, dass der Betrieb der Fideriser Heuberge verkauft werden soll. Tja, ob das gut kommt?

Das Bilderbuch.