Stöcklichrüz (1246 m) mit Zauberglanz

Der Nebel, das beherrschende Thema in diesen Tagen. Wie hoch reicht die Nebelgrenze? Jeden Morgen stellt sich diese Preisfrage. Vor allem heute. Da wir mit Freunden aus Wädenswil auf dem Etzelpass abgemacht haben.

Der Start

Die Fahrt hinab ins Unterland beginnt mit dem Eintauchen in den Nebel bei der Ausfahrt aus dem Prättigau. Ab der Chlus ist es oben zu. Oberhalb der Luegeten, unterhalb des Etzelpasses, ist das immer noch so. Kommen wir an die Sonne oder sind wir tatsächlich unter der Nebeldecke gefangen? Was nervlich ziemlich schwierig wäre. Einige Kurven weiter oben wird es langsam heller und direkt beim Etzelpass, bei Sankt Meinrad, reisst es auf. Was für eine Pracht! Die Bäume und Wiesen sind dick mit Reif überdeckt. Es glänzt und glitzert in der Sonne wie verrückt. Da wir um 10.00 Uhr bereits dort sind, hat es noch Parkplätze.

Zauberhafter Start bei Sankt Meinrad
die volle Pracht

Nach der herzlichen Begrüssung brechen wir sofort auf. Die prächtige Stimmung wollen wir geniessen. Es ist kalt, aber wunderbar.

Der Weg

Der Weg hinauf zum Stöcklichrüz ist vom Reif geprägt. Das gibt Bilder, die vergessen wir so schnell nicht wieder. Die Landschaft schillert, die Sonne lacht und wir geniessen. Zum Glück ist der Boden gefroren. So ist es nicht dreckig. Der Reif verzaubert manchen Alltagsgegenstand in ein Kunstwerk. Die „Melittafilter“ an der Hochspannungsleitung zum Beispiel sind so ein Ergebnis. Sonst sind das einfach Drähte. Jetzt mutieren sie zu Kunstwerken.

die beiden Mythen
rechts hinten die Rigi

Die Aussicht

Auf dem Stöcklichrüz schauen wir in die Runde. Das Nebelmeer ist endlos. Es zieht ein Südwestwind über das Land. Der uns dazu bewegt, für das Zmittagsandwich ein windgeschütztes Örtchen zu suchen. Das wir bei einer Grillstelle finden. Kurz vor unserem Aufbruch kommt eine junge Familie an. Und alsbald flackert ein hübsches Feuer im Grill. Sie werden ihren Zmittag grillieren. Nach einem kurzen Schwatz brechen wir auf und machen uns auf den Rückweg. Der von einer Pause im Restaurant auf der Chörnlisegg unterbrochen wird. Draussen an der Sonne trinken wir etwas. Bevor es zurück nach St. Meinrad geht.

Stöcklichrüz
Blick gen Walenseegebiet

In der Zwischenzeit hat sich die Landschaft verändert. Der Reif ist verschwunden. Es ist grün und braun. An den der Sonne abgewandten Stellen hält sich der Reif. Das Farbenspiel gefällt. Die Sonne wärmt etwas. Was den Boden glitschig macht. Die obersten paar Millimeter weichen auf, unten ist es gefroren. Das sorgt für ziemlich rutschige Verhältnisse. Und für Schuhe, die wirklich saudreckig sind.

Wo ist der Reif hingegangen?

Bei Sankt Meinrad verabschieden wir uns, schauen nochmals auf einen tollen Tag zurück und fahren retour ins Prättigau. Wo wir erst kurz vor der Wohnung aus dem Nebel auftauchen. Der kurz anklopft, sich schnell wieder verabschiedet und knackigen -7 Grad Platz macht.

Und so dies und das

In der Zeitung lese ich, dass im Piemont, in der Region Cuneo, bis zu 3 Meter Neuschnee gefallen sind. Nun, ein paar Flocken würden wir hier auch gerne willkommen heissen.

Das Bilderbuch des Tages.

Mit der Route.